„Das Denken bestimmt das Gefühl“
Der Ausgangspunkt der Verhaltenstherapie ist die Annahme, dass unser aktuelles Denken, Fühlen und Handeln das Ergebnis eines lebenslangen Lernprozesses ist. Strategien, die sich als hilfreich herausstellen, verfestigen sich im Laufe unseres Lebens. Manchmal können aber Verhaltensweisen, die sich früher zur Lösung eines bestimmten Problems bewährt haben, Probleme in anderen Bereichen verursachen und so psychisches Leid erzeugen.
In der Verhaltenstherapie suchen wir gemeinsam neue Alternativen zu bestehenden Verhaltensweisen, um diese in Ihrem Verhalten zu etablieren und Ihre Lebensqualität langfristig zu verbessern.
Verhaltenstherapeutische Methoden haben oft eine sehr lebensnahe und pragmatische Sichtweise auf psychische Probleme. Sie können uns helfen direkt im Hier & Jetzt neue Wege zu erlernen unsere Probleme zu erkennen und zu lösen. Dabei eignet sich die Verhaltenstherapie vor allem für eine direkte Behandlung von klar definierten psychischen Störungen, wie z.B. einer Depression, einer Angststörung oder einer Zwangsstörung.
Ein Beispiel:
Frau X. wird von einer Freundin zu einer Party eingeladen, zu der sie gerne gehen möchte. Sie macht sich häufig Gedanken darüber, ob andere sie negativ bewerten könnten.
Am Nachmittag vor der Party fühlt Frau X. sich bereits sehr angespannt. Als sie sich abends zur Party aufmacht, wird ihr immer mulmiger, bis sie schließlich umkehrt und
zu ihrer Wohnung zurückgeht. Die Angst nimmt sofort wieder ab, Frau X. entspannt sich und macht dabei die Lernerfahrung, dass die Vermeidung eine gute Strategie im Umgang
mit ihrer Angst vor negativer Bewertung ist. Auf Dauer führt diese Verhaltensweise allerdings dazu, dass Frau X. sich immer weiter isoliert und keine neuen Menschen kennenlernt.